12.04.2014-Kyffhäuser Berglauf - Laura gewinnt und Sebastian dreht Extrakilometer

Nach dem für uns Mountainbiker recht angenehmen Winter ging es am vergangenen Samstag für Laura, Norman und Sebastian zum ersten Saisonrennen, dem Kyffhäuser-Berglauf. Nach einer weitestgehend zwischenfallsfreien Anfahrt ergatterten wir einen Parkplatz ganz in der Nähe der öffentlichen Toilette, die uns von früheren Austragungen schon bestens bekannt ist. Die selbige war dereinst der Anlass, eine Rolle 50-Cent-Münzen in unserem Teamfahrzeug zu deponieren …
Aufgrund der äußerst sozialverträglich gewählten Startzeit von 12:30 Uhr konnten wir uns in Ruhe auf den gemeinsamen Start der 42- und 64-Kilometer-Distanzen vorbereiten. Dieser erfolgte dann pünktlich und bei bestem Mountainbike-Wetter. Laura und Norman nahmen die kurze Strecke in Angriff, während sich Sebastian dem stark besetzten Starterfeld auf der langen Distanz stellte. Der Wettkampf begann mit einem sehr langen Asphaltstück. Gleich zu Beginn musste Laura eine Schrecksekunde überstehen, als einige Fahrer mit der Streckenbegrenzung in Form eines parkenden PKWs Kontakt aufnahmen. Noch einmal brenzlig wurde es auch auf einem kurzen Geländezwischenstück. Es waren einige Fahrer der Meinung, dass hier heute die Entscheidung fallen würde. Zum Glück kamen wir alle heil hindurch.
Am ersten Anstieg zeigte dann der uns wohlbekannte Christian Kreuchler, wer heute die 64-Kilometer-Distanz gewinnen würde. Nur Stefan Danowski und Sebastian konnten auf der letzten Rille fahrend dran bleiben. Später schlossen noch einmal ein paar Fahrer auf. Als Christian das zweite Mal das Gas stehen ließ, blieben aber nur noch Peter Hermann, der auf der 42-Kilometer-Strecke unterwegs war, und Sebastian übrig. Ungefähr 20 Kilometer vor dem Ziel musste Letzterer dann Christian endgültig ziehen lassen. Noch im Delirium verfehlte Sebastian dann wenig später einen Abzweig – ähnlich wie schon vor zwei Jahren. Bei der Streckenmarkierung hat die ansonsten schöne Veranstaltung leider noch etwas Verbesserungsbedarf. Einen Rechtsabzweig an einer Wegkreuzung einzig und allein mit einem Schild an einem Baum nach dem Abzweig zu markieren mag für Läufer ok sein. Wenn man allerdings mit Tempo 40 versucht den Abstand nach vorn in Grenzen zu halten, geht das leicht mal ins Auge. Ein wenig Flatterband zum Absperren würde da schon völlig ausreichen. Davon hing sogar genug an den Bäumen, nachdem Sebastian schon abseits der Strecke unterwegs war. Dies verlängerte natürlich die Zeit bis der Verfahrer bemerkt war. Nachdem Sebastian wieder auf die richtige Strecke gefunden hatte, folgten später noch einmal einige unmarkierte Wegkreuzungen. Verunsichert hielt er noch einmal an und fuhr die Strecke zurück bis endlich weitere Fahrer kamen. Laut Garmin gingen bei der ganzen Aktion insgesamt sieben Minuten wertvolle Zeit verloren – auf der schnellen Strecke eine halbe Ewigkeit. So reichte es schlussendlich dann nur noch für Gesamtplatz sieben mit dem Fazit, dass die Form für Platz zwei gereicht hätte, die Orientierung aber leider nicht.
Laura und Norman arbeiteten sich währenddessen von hinten durchs Feld. Beide erreichten glücklicherweise weniger zwischenfallsbehaftet das Ziel. Laura war von ganz hinten gestartet und konnte so natürlich nicht wissen, wo sie lag. Zur Siegerehrung wurde sie dann auf Platz eins gerufen – sie hatte also ganz offensichtlich unwissentlich alle weiblichen Mitstreiterinnen überholt und somit ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Norman konnte nach seiner langen Verletzungspause mit Gesamtplatz 61 auch sehr zufrieden sein.

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