12.07.2014-Salzkammergut-Trophy

"Jedes Jahr aufs Neue, auf das ich es später Bereue ..."

... das oder Ähnliches ging wohl vielen durch den Kopf, die wie Bastian, Sebastian und Pitt am 12.07.2014 zum wiederholten Male kurz vor 5 Uhr morgens nach einer zu kurzen Nacht an die Startlinie in Bad Goisern rollten. Eine ausgiebige Runde von 211 km mit 7049 hm durch die Dachstein-Region bei besten äußeren Bedingungen stand also auf dem Menüplan der Drei, aber sie sollten die Mahlzeit recht unterschiedlich verdauen.

Sebastian, von den Veranstaltern gemeinerweise mit einer blauen Punktierung für die Expressklasse ausgestattet, bewältigte die ersten Berge dann auch eher wie eine Rennsemmel, konnte sich schnell mit seinen drei Begleitern Hansueli Stauffer, Thomas Strobl und Wolfgang Krenn vom Rest der treibenden Meute absetzen. Auch der mehr oder weniger permanente Nieselregen vermochte der Tempohatz keinen Einhalt zu bieten.

Pitt hingegen tat sich nach dem reichhaltigen Frühstück schwerer, verdaute Müslireste noch im ersten Berg, zeigte im Folgenden aber zumindest an den Verpflegungsstellen sein Bestes. Dies gelang mehr oder minder gut. Bastian, in diesem Jahr von den Veranstaltern mangels starker Leistung im Vorjahr und wegen krankheitsbedingt fehlender Ergebnissen bei Vorläufen der diesjährigen MarathonMan-Europe-Rennserie mit einer Startnummer bedacht, die gerade noch so auf die Vorderseite des Transponders passte, konnte sich lange Zeit unter den Top 20 halten; Pitt unter den ersten 50. Auch der einsetzende Starkregen vermochte die drei lange Zeit nicht zu stoppen, hinterließ aber bei allen seine Spuren. Während Pitt mit schwindender Motivation und Kettenklemmern kämpfte, beschloss Sebastian bei km 53 die Schotterabfahrt und anschließend den Waldboden sowie einen Felsen näher unter die Lupe zu nehmen – ein klarer Regelverstoß der mit einem Besuch im Krankenhaus und „Disqualifikation“ bestraft wurde. Bastian hingegen mühte sich weiter redlich ab, zollte bei Rennhälfte (125 km) dennoch den Wetterbedingungen mit defekter Hinterradbremse Tribut und musste das Rennen auf Position 22 nach 7h25min „vorzeitig“ beenden.

Also verblieb allein Pitt Brett im Rennen, dessen Laune sich gegen Mittag infolge bessernder Wetterbedingungen und Wechselkleidung schlagartig aufhellte. In nun sengender Hitze erklomm er auf den letzten 80 km noch fix den Salzberg, die Rossalm und die Schäferalm, um letztendlich nach 12:56 als 59. (34. AK) die Ziellinie zu überqueren. Den Zielsprint hat der Knaller aber verkackt – man dreht sich doch beim Sprint nicht um ...

Laura kam, nachdem sie Sebastian vorher noch aus dem Krankenhaus abgeholt hatte, etwas zu spät zum Start über die 50-Kilometer-Strecke. Damit musste sie sich ganz hinten im letzten zeitversetzt startenden Startblock anstellen. Im Getümmel der vorher gestarteten Meute ging es recht zäh voran. Bis zum Ende hatte sich Laura dann immerhin noch bis auf Platz sechs vorgearbeitet. Anschließend ging es für sie wieder ins Krankenhaus – diesmal mit Sebastians Vater, der die 120 Kilometer zwar bravourös gemeistert hatte; jedoch auch nicht ohne schmerzhaften Bodenkontakt.

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