02.08.2015-Erzgebirgs-Bike-Marathon, Seiffen (GER)

Pitt’s Bericht vom Erzgebirgs-Bike-Marathon, Seiffen (GER)

Der Erzgebirgs-Bike-Marathon - da muss ich eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Jedes Jahr am ersten Sonntag im August tingelt man nach Seiffen, um sich die 12 km Einführung plus 1-3 mal die 29,5 km unrhythmisches Auf- und Ab zu gönnen. Gestern war es wieder soweit. Laura und Norman hatten sich für die rund 40km lange Variante entschieden, Sandra für die Mitteldistanz. Die alten Herren, also Guido, ich, Bastian und Sebastian (die Anzahl die Jahresringe um die Augen wurde bei der Aufzählung strikt eingehalten) konnten natürlich nicht anders und traten auf der langen Runde an.

In der Startaufstellung herrschte schon reges Gedränge als ich mich 15 min vor dem Start hinzu gesellte. Norman hatte das wohl schon weit vor mir getan, sah ich seinen grünen Helm aus der Ferne doch in einer der ersten Reihen glänzen. Punkt 9 Uhr ging’s los, dieses Jahr Aufgrund der geänderten Startaufstellung direkt mit einer 180° Kehre. Wie sich Bastian, gestartet aus einem Block hinter mir, bis zum scharfen Start im Tal keinen Kilometer weiter schon wieder vor mich schmuggeln konnte ist mir zwar immer noch ein Rätsel, aber ja, er hat es wieder getan. Ich selbst hatte mir die hehre Aufgabe gestellt, möglichst lang das Hinterrad unseres Alterspräsidenten und Katzenfreundes zu halten um nicht direkt wieder zu überziehen. Musste ich aber doch, einfach nur um in der (wohlgemerkt) Zweiten, Guido beinhaltenden Gruppe zu bleiben. Zur Spitze hatte sich da schon ein Loch gebildet was niemand mehr zufahren wollte oder konnte.

Sei es drum, Seite an Seite mit Guido ging es den Alp de Wettin hinauf und danach in die erste Runde. Soweit war ich im Plan. Eine Zeit lang war Guido auch greifbar – entstehende Löcher konnte ich noch relativ zügig zudrücken - doch leider sprang wohl Guidos Motor im Gegensatz zur letzten Woche ziemlich zügig an und er entfleuchte mir zusehends. Während sich Guido also aufmachte verloren gegangen Boden wieder gut zu machen versuchte ich meine Position zu halten was mir unerwartet gut gelang. So fuhr ich im zweiten Teil der ersten Runde auch auf Torsten „Mütze“ Mützlitz auf - das lag wohl aber eher daran das Torsten damit beschäftigt war ein stetig wiederkehrendes Problem zu lösen musste, nämlich eine zweite Flasche in seinem Kinderrahmen zu verstauen. Ich nahm die Flasche an mich - wir wollen ja den schönen Seiffner Wald nicht verschmutzen - und bog gemeinsam mit ihm in kommende Abfahrt. Hätte ich mal die volle Flasche genommen, denn kurz drauf verabschiedete sich Mütze nach vorn und bog kurz vor mir in den neuen Streckenteil ein. Diesen finde ich übrigens wesentlich angenehmer als die Lösung vom letzten Jahr - die Abfahrt ist nicht wirklich schwierig, der Anstieg knackig - das passt schon.
Die zweite Runde ist schnell erzählt - der Streckenverlauf ist bekannt und es passierte auch nicht viel - ich konnte also weder nach vorn groß Plätze gut machen, noch überholten mich viele Fahrer. Lediglich Eins bleibt fest zu halten - das erste Mal seit meinem Umrüsten auf 1x11 ist mir die Kette vom Kettenblatt gefallen. Hat mich zwar direkt zwei Plätze gekostet, aber zurück tauschen zu 2x10 möchte ich trotzdem nicht mehr. 1X11 funktioniert für mich einfach. Den Zielbereich erreichte ich kurz darauf zum Zweiten mal, dieses mal mit Silvio Hausschild im Schlepptau der wohl nicht seinen besten Tag hatte und hätte mein EBM-Erlebnis doch allzu gern wie er beendet.

Aber mir fehlte ja noch eine Runde – und die gestaltete sich Seiffen-typisch zäääh. Die Knochen schmerzen vom ewigen gehuckle, einen Rhythmus findet man eh nicht - kurzum hatte ich arg zu knabbern. So verlor ich auf der Runde, auch wenn nicht mehr viel passierte, noch vier Plätze und beendete das Rennen auf dem 23. Platz. Die Spitze, also auch Sebastian der nur um ganze 5 Sekunden! Von Peter Hermann geschlagen werden konnte, war da schon gute 40 min im Ziel. Unser Alterspräsident wurde starker 7. (der Diesel läuft also zunehmend besser) und Bastian 30., was in Anbetracht seines Trainingspensums schon eine starke Leistung ist. Gleiches gilt für Laura, die auf Platz 1 der Damen bei den 40 km einheimste. Norman landet bei selbiger Strecke Platz 77 und unsere Nichtversicherungsmaklerin Sandra auf Platz 7 der Mitteldistanz.

Alles in allem war es ein wie immer ein gut organisierter, schöner Wettkampf bei besten äußeren Bedingungen. Mein Ziel von 4:30h habe ich zwar leider verfehlt und wegen Sebastians fulminanter Fahrweise sind es auch deutlich unter 9000 Punkte für die MME Wertung geworden, Platz 23. ist trotzdem noch das Beste Resultat in Seiffen für mich. Ein besonderer Dank noch einmal an Lauras und Sebastians Familie, die uns alle mal wieder verbottelten. Danke...

Hier noch ein Link zu den Ergebnissen des EBMs und einem Video von Sebastians Sprint am Alp de Wettin gegen Peter Hermann.

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