13.09.2015-15. Greifenstein Bike Marathon, Geyer

Pitts wie immer viel zu lang geratener Bericht

Der quasi rennfreie August (sieht man mal von Veranstaltungen fernab des Bundesgebietes ab) ist vorüber und die letzten Rennen des Jahres stehen an. Den Anfang macht wie jedes Jahr der Greifenstein Bike Marathon, eine feine kleine Veranstaltung auf einer 30km Runde, die man wahlweise 1, 2 oder 3mal absolvieren kann. Ich hatte mir die Streckenwahl offen gelassen und nicht vorgemeldet, wusste ich doch meine Form aufgrund einiger Problemchen im August nicht recht einzuschätzen.

Die Nacht vor dem GBM war kurz, so packte ich Sonntag meine Sachen und startete kurz nach dem Sonnenaufgang gen Geyer. Pünktlichst gestartet reichte es natürlich noch für die Anmeldung zur langen Strecke und zum warm fahren. Am Start dann einige bekannte Gesichter, u.a. Hr. Seidel, Hr. Küfner, Hr. Leistner als Kurzstreckenspezialist und Norman – angereist wie immer mit dem Rad. Der Start erfolgte 9Uhr und verlief (sieht man mal vom fehlgeschlagenen Versuch von Chef Fischer ab sein Quad vorwärts zu bewegen) ohne größere Vorkommnisse.

Eine Einführungsrunde gibt es auf der langen Strecke zum Glück nicht, also sortierte sich das übersichtliche Feld am ersten Anstieg und in der ersten Abfahrt, die dann entgegen anderslautender Ankündigungen doch wieder die Gleiche wahr wie all die Jahre zuvor. Auch wenn das Feld recht klein war, das Tempo an der Spitze war mir schnell zu hoch, ich nahm also einen Gang raus und probierte es im eigenen Tempo. Weise Entscheidung, sah ich doch etwas vor mir immer wieder einzelne Fahrer aus der Spitze zurück fallen – bis auf Thomas Peschke, der sich aber relativ schnell wieder davon machte, fuhr aber keiner so langsam das ich den Anschluss wieder hätte schaffen können.

Direkt nach dem ersten längeren Anstieg ging es in einen neuen Streckenabschnitt mit machbaren Abfahrten zwischen denen immer wieder kurze Gegenanstiege lagen, aber auch jede Menge Wurzeln. Recht ruppig, aber wir fahren hier ja auch nicht auf der Straße. In Summe eine Verschönerung der Strecke – so etwas wünsche ich mir für den zweiten Rundenabschnitt. Auf dem waren wir Anfangs zu fünft unterwegs. Ein Staffelfahrer der freundlicherweise das Tempo machte, der bereits erwähnte Thomas Peschke, Daniel Kandler der mich bis fast zum Schluss begleiten sollte und jemand der sich relativ schnell nach hinten verabschiedete. Trotz noch relativ frischer Beine zog sich die Waldautobahn wie immer eine gefühlte Ewigkeit hin, aber irgendwann war auch das überstanden. Was noch folgte waren zwei aus meiner Sicht neu ins Programm genommene kurze Wurzelabschnitte, für die (und da bin ich nicht böse) dann doch noch ein paar Meter Feldweg geopfert wurden.

Runde zwei war mehr oder weniger schnell vorbei – hier hatte ich nun die fast gesamte Zeit Daniel am Hinterrad kleben. Sonst passierte hier nicht allzu viel. Ab und an gab es Sichtkontakt zu vorrausfahrenden Fahrern, nach hinten waren die Lücken dafür aber zu groß. Anfang der dritten Runde verlor ich in der zweiten Abfahrt meine letzte, frische Trinkflasche. Da ich mir nicht vorstellen konnte 30km ohne Getränk zu überstehen hielt ich an, lief ein paar Meter zurück um festzustellen, dass der Deckel der Flasche gebrochen und deren Inhalt bereits versickert war. Prima, also zurück zum Rad, kurzer Stopp beim nächsten Streckenposten, Flasche erbettelt und dann in die Verfolgung von Daniel. An dessen Hinterrad angekommen nahm ich einen ersten, tiefen Schluck aus meiner neuen Flasche. Ui-Jui-Jui, in entspannterer Atmosphäre hätte ich wohl gejubelt, aber bei Puls 175 war mir ein nach Pina Colada schmeckendes Kaltgetränk etwas zu viel. Also ging es trocken weiter, ein Zustand der glücklicherweise nach einer halben Runde behoben wurde weil mir Daniel seine Reserveflasche opferte. Danke!

Hätte er mal lieber lassen sollen- denn irgendwann auf den letzten Kilometern lies er dann doch noch reißen, dafür kam wie aus dem Nichts noch ein anderer Fahrer angerauscht der glatt mal schneller unterwegs war als der Letzte Fahrer der besten Staffel vom Kroening Factory Team. So verlor ich noch Platz 8, beendete das Rennen aber in knapp 4h und damit nur 4 Minuten mehr als Sebastian letztes Jahr unter absolut vergleichbaren Verhältnissen. Norman belegt in der Endabrechnung Platz 28, (AK 10), Guido der auf der 60km Strecke unterwegs war den 17. (AK 9) Platz. Sandra musste leider verletzungsbedingt aufgeben, Laura finishte die 30km auf Platz 26 Gesamt.

Hier noch ein Link zu den etwas schwer zu findenden Ergebnissen.

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