11.07.2015-Salzkammergut Trophy, Bad Goisern (AUT)

Pitts Bericht von der Salzkammergut-Trophy:

Im Gegensatz zu Bastian und Sebastian war ich von Krankheiten in den letzten Wochen verschont geblieben, meine Form suche ich allerdings schon seit Jahren. Wir wären also am Samstag quasi fast chancengleich an den Start gegangen wenn Bastian überhaupt und Sebastian nicht umgemeldet hätten – aber der Reihe nach.

Donnerstag und Freitag hatte ich zur entspannten Anreise frei genommen, eigentlich wollte ich auch mit dem Bulli runter tuckern, Felix Wildbeest Fritzsch hatte aber noch eine kleine Überraschung bereit, besser gesagt sein Vater. In Crottendorf nahmen wir dessen Wohnmobil in Empfang das mir und Felix in den kommenden Tagen als Herberge dienen sollte - sehr feiner Zug von Vater Fritzsch. Da wir (X-Man und Steffen waren auch noch mit am Bord) recht spät am Donnerstag starteten ging erst mal nur bis Passau. Wir nächtigten da und erreichten Bad Goisern Freitag Mittag.

Den frischen Thunder Burt, welchen ich erst kurz vor Abfahrt erhalten hatte, noch aufgezogen, flott angemeldet, Nudeln gespachtelt – so entspannt lief der Freitag also ab. Es blieb sogar noch etwas Zeit zum Tour schauen und ein wenig einrollen am Hallstätter See, bevor gegen 22Uhr die Lichter ausgingen. Das nun gegen 1Uhr ein paar angetrunkene tschechische Bergsteiger noch eine Gesangsrunde anstimmten viel eigentlich gar nicht wirklich ins Gewicht - geschlafen habe ich vor Bad Goisern noch nie gut und es war eh schon kurz vorm aufstehen. Kurz vor vier aus den Federn, angezogen und mit dem Strick (Hendrik Kunz) rüber nach Bad Goisern gerollt - Business as Usual möchte bei der 7ten Teilnahme in Folge bald sagen. Als ich mich dann gerade in über die Absperrung hinweg in den Startblock gehieft hatte kam eine freundliche Gestalt mit einem Block und teilte mir mit das ich hier nicht bleiben könne - sofort vor zum Pre-start. Ganz ehrlich, bei Platz 59 im letzten Jahr fühlt man sich dann schon etwas gebauchmietzelt.

Pünktlich 5 Uhr gings los für die rund 800 gemeldeten Verrückten, das ich die Spitze schon am ersten Anstieg nur aus der Ferne betrachten konnte war zu erwarten und gar nicht schlimm, hatte ich mir doch vorgenommen strikt mein Tempo zu fahren und es vor allem entspannter anzugehen. Ich hielt mich daran, was ich nicht auf dem Schirm hatte war das ich schon recht Bald begann Fahrer für Fahrer wieder einzusammeln. Einzig Steffen kam von hinten ran, zog dann aber nicht vorbei sondern gesellte sich zu mir. Eine echte Hilfe für beide, das mentale Loch kommt auf der langen Strecke eh und dann ist etwas dumm quatschen immer gut. So war der erste Berg nach gut einer Stunde absolviert, das erste mal "ewige Wand" viel zu schnell vorbei und auch der Rest des Vormittags verflog recht schnell.

Die Streckenverpflegung war wie immer sehr gut, falls es mal keine volle Flasche gab hielt ich an, nahm mir zur Flasche noch eine Banane und radelte weiter. Wenn man die Runde entspannt angeht macht die Quälerei sogar recht viel Spaß. Die trockenen Abfahrten waren komplett fahrbar, wenn auch nicht immer schön wie die verbockte Abfahrt nach Bad Ischl, welche wohl wohl nie zu meinen Lieblingen gehören wird. Das einzige Ärgernis war ein depperter Fahrer der B-Strecke der meinte sich zwischen Steffen und mir hindurchzwängen zu müssen, dabei unsere Lenker touchierte und zur Krönung in der folgenden Abfahrt noch parkte. So zog ich im nächsten "kurzen" Gegenanstieg etwas am Horn und wir waren den Freund auch schnell wieder los. Nach der Streckenteilung bei Weißbach und der Extrarunde sah der Plan des Tages eigentlich vor im Flachstück um den Hallstätter See sich ein paar flotte Hinterräder zu krallen und körnersparend zum Salzberg zu gelangen - funktioniert nur nicht wenn keine anderen Fahrer da sind. So ging es mit Steffen in der Führung abwechselnd rum ums kühle Nass, in das man bei den herrschenden Temperaturen allzu gern hinein gesprungen wäre.

In den Serpentinen den Salzberg hinauf merkte ich das erste mal am Tag das meine Beine nicht mehr so wollen und musste meinen Mitstreiter ziehen lassen - da half auch keine neue Flasche gereicht von Stricks besserer Hälfte. Trotzdem vielen Dank dafür. Letztes Jahr bin ich den Salzberg noch komplett gefahren, dieses Jahr war das mal einfach nicht drin. Trotzdem musste ich oben kurz und an der nächsten Verpflegung länger anhalten weil mir schwindlig wurde - zu wenig getrunken würde ich sagen, denn nach einem Liter Apfelschorle auf Ex gings mir bald besser. Ich fing mich also wieder, zur Roßalm war es halbwegs ok, den letzten Berg konnte ich dann schon wieder mein Tempo gehen so dass ich Bad Goisern in unerwarteten 11.45h erreichte. Steffen habe ich zwar erst wieder im Ziel getroffen, aber beim fünften Finish hintereinander auf dem langen Kanten konnte ich so mit Platz 33. Gesamt (16AK) eine Platzierung erzielen, mit der ich vorher wohl kaum gerechnet hätte. Norman hat bis kurz vor 21Uhr gekämpft, sich wacker bis zum oberen Stausee (also fast ins Ziel) gekämpft - hat leider nicht sollen sein. Aber ein X-Men gibt nie auf...

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