10.04.2016-Kyffhäuser Berglauf

Nach einer ziemlich langen Rennpause war es für mich nun an der Zeit für einen ersten Formtest. Nach der Anfahrt stellte sich schnell die bekannte „Vorrennnervosität“ ein. Am Start war ich eine viertel Stunde vorher schon zu spät für einen Platz im vorderen Feld und stellte mich brav ganz hinten an.
Da meine Form eine absolute Blackbox war, hatte ich mir vorgenommen, am Anfang nicht so schnell zu starten, um auch gut über die 60 km zu kommen. Diesen Vorsatz verwarf ich aber schnell als ich merkte, dass ich auf den ersten Kilometern recht problemlos zu der Führungsgruppe aufschließen konnte bevor von eben dieser das Tempo angezogen wurde und es viele sinnlose Stürze gleich zu Beginn gab. Ich konnte mich davon gut fernhalten und schob mich mit erstaunlich guten Beinen an Sarah Reiners, der führenden Frau vorbei und den ersten und längsten Anstieg hinauf. Alles war bestens, bis ich plötzlich ein mir, da ich seit vielen Jahren keinen Defekt mehr erlitten hatten, völlig fremdes Geräusch vernahm: Hinterradplatten. Die Luft war schnell raus und ich recht überfordert. Schnell bin ich vom Rad gestiegen, habe dieses umgedreht, die Flasche vorher nicht verschlossen, was sich noch rächen sollte und das Laufrad demontiert, einen neuen Schlauch eingezogen, aufgepumpt… Ohne Wasser in der Flasche, zu wenig Luft auf dem Reifen und mächtig viel Ärger im Bauch setzte ich die Fahrt fort, in der Hoffnung bald mit einer Standluftpumpe nachpumpen zu können. Dass die Aufholjagd auf so einer schnellen Strecke, ohne Gruppe schwierig werden würde, war mir klar, aber die Beine waren gut und ich noch motiviert. Ende der letzten Runde sah ich die Führende auch wieder, doch den Anschluss schaffte ich nicht mehr. Auf der letzten Abfahrt der ersten Runde war die Luft im Hinterrad dann doch zu wenig und ein Durchschlag zwang mich vom Rad. Im Laufschritt schob ich bis zu „Dr. O“ alias Sebastian Ortmanns Frau, die freundlicherweise meine 2.Trinkflasche bereithielt. Mit zwei Flaschen Pannenspray und einer Kartusche war der Defekt nicht zu beheben. Also setzte ich mich und wechselte zum zweiten Mal den Schlauch (Hier vielen Dank an den netten Mitstreiter, der mir seinen Schlauch überlies Das nächste Mal bezahle ich auch das „Nach-dem-Rennen-Bier“.) Sebastian Ortmann, der selbst schwer gestürzt war, pumpte mir den Reifen wieder auf – Vielen Dank für den tollen Service.
Ich fuhr die zweite Runde als Einzelkämpfer und kam als gesamt 3. Frau ins Ziel. Insgesamt hatte ich 30 Minuten mit Defektbehebung vertrödelt. Auf jeden Fall wurden heute meine Schwachstellen aufgedeckt. Trotz der guten Übung hoffe ich, dass das die letzten Defekte für diese Saison waren.
Bis bald auf der Strecke.

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