16.05.2016-2. MTB Marathon Dresden

Ein Bericht von Pitt:

das Wetter war über Pfingsten ja recht wechselhaft und kühl, verspricht zum Montag aber Besserung. Trotz der durchwachsenen Erfahrungen von FK und Frau Kaiser im letzten Jahr entschließe ich mich zum Aufbruch gen Dresden, verspricht die Strecke durch die Heide doch Spaß bei vertretbarem Aufwand. Also kurz nach dem Frühstück den Bus bestückt und in die Neustadt gedüst. Die Schlange an der Nachmeldung ist um 8Uhr auch noch überschaubar, also gestaltet sich das Prozedere auch recht kurz und es bleibt sogar noch Zeit den Bus in eine kostenfreie Parkzone zu bugsieren.

Am Start, der eigentlich für 9.30Uhr geplant war, einige bekannte Gesichter. Torsten „Mütze“ Mützlitz, Matze Reinfried, Herr A. Stark, 70km Felix, FK etc. – interessant wer am Montagmorgen nix besseres zu tun hat. Mit 30min Verspätung setzt sich der Tross neutralisiert in Bewegung in Richtung Prießnitzgrund wo dann unter der Brücke der Stauffenberger der „scharfe“ Start erfolgt. Das Tempo hält sich erst einmal in Grenzen, ebenso das Gedränge am ersten Anstieg sodass ich um ein paar zu früh gestarteten Senioren auch noch ganz gut herum komme.

Vor mir liegen in dem Moment ca. 10-20 Fahrer, den Start habe ich also diesmal nicht wirklich verschlafen. Leider schaffe ich es nicht entstehende Löcher wieder zuzufahren – die Spitze ist also wie gewohnt zügig außer Sicht. Das kümmert mich in dem Moment recht wenig. Direkt vor mir fährt Florian Schön und bei der doch interessanten Streckenführung (diese hatte FK ja schon im letzten Jahr gelobt, ich kann es nun wirklich nur bestätigen) ist es nicht verkehrt seiner Linie einfach mal zu folgen. Na ja, kleine Löcher reißt es zugegebener Weise doch immer wieder aber ich schaffe es zunächst noch diese wieder zu stopfen.

Leider arbeitet mein Motor dafür an und über seinem Limit sodass Florian irgendwann doch 20-30m vor mir fährt. Dieses Loch reicht und in einem unachtsamen Moment widerfährt mir was letztes Jahr wohl Gang und Gebe war – irgendwo biege ich falsch ab oder auch nicht – jedenfalls wird es still. Vor mir niemand, ein Blick in den Rückspiegel offenbart das gleiche Bild. Vielleicht fehlt mir ja nur der Nötige Weitblick. Da ich meinen Fehler nicht wahrhaben möchte fahre ich weiter bis ein rot-weißes Absperrband meinen Weg kreuzt – damm it - wenigstens habe ich Gewissheit! Zunächst schwanke ich ob ich umkehre und setze ein Stück zurück, wir wollen ja nicht Schummeln. Bei näherer Betrachtung der an mir vorbei ziehenden Fahrer offenbart sich das die allesamt hinter mir lagen. Die Spitze des Rennens ist es keineswegs.

Also hebe ich das Absperrband an und reihe mich ein. Das ich mit meiner Annahme das dies nicht die Rennspitze ist richtig liege merke ich schnell. Obwohl ich versuche nun mein Tempo zu fahren komme ich doch flott an vielen Fahrern vorbei. So macht Rennen fahren auch Spaß. Während ich mich durch das Feld arbeite erfreue ich mich immer wieder an mir bekannten Streckenteilen.

Nach der ersten Überquerung der Prießnitz in der Nähe der Hofewiese schwenkt die Strecke nach rechts. Ich realisiere dies zunächst wieder nicht - mit meinem krummen Radfahrerrücken liegt die Sichtlinie einfach zu tief und die Hinweisschilder in zwei Meter Höhe gehen an mir vorbei. Es wird wieder still. Diesmal bemerke ich meinen Fehler zeitnah und muss keine 500m zurück fahren. Dennoch überhole ich nun einige zum zweiten Mal. Ein weiteres Mal folgt kurz darauf als sich meine Sattelstütze immer tiefer im Rahmen versteckt und zwingt kurzerhand das Werkzeug zu zücken. Gut gemachten Boden büße ich so natürlich wieder ein. Sei es drum, Strecke schön, Wetter nett und etwas Druck auf dem Pedal noch vorhanden, ich fahre weiter und und verzichte auf einen Abstecher in die nahegelegene Saftbar.

Den restlichen ca 30-45min. meiner Fahrt passiert nicht mehr viel. Zwar mache ich noch ein paar Plätze gut, irgendwann schwinden meine Kräfte dann doch. Zum Glück bin ich da fast im Ziel welches ich auf Platz 30 erreiche. Damit bin ich bei dem Verlauf ganz und gar nicht unzufrieden. Noch einmal an Lob an die welche sich die Strecke ausgedacht haben – hat Spaß gemacht und auch wenn ich mich zweimal verfahren habe, die Beschilderung geht in der Heide bei doch recht hohem Wandereraufkommen nicht viel besser zu machen. Erstaunlich auch das der Sachsenforst so etwas genehmigt. FK fährt im übrigen als Zweiter ins Ziel, aber das macht er ja gern ;-)

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