29.05.2016-Erzgebirgsradrennen Markersbach

Das Erzgebirgsradrennen in Markersbach wie Christian es erlebte:

Auf das Erzgebirgsradrennen hatte ich mich schon lange gefreut, denn das Streckenprofil und die Strecke kommen mir und meinen Stärken sehr entgegen. So tauchte ich schon recht früh am Ort des Geschehens auf um nachzumelden und fuhr mich nach dem Start der kurzen Runde warm. Mit etwas Überredungskunst mogelte ich mich am Start auch noch in den ersten Startblock.

Der Start selbst erfolgte pünktlich um 11 Uhr. Wie immer hielt ich mich etwas zurück, da manche Fahrer wieder Lücken sahen, wo keine waren. Nachdem das Rennen offiziell freigegeben wurde konnte ich auch gleich nach vorn durch fahren, wie ich es geplant hatte. Hinauf zum Oberbecken verweilte ich unter den ersten 10, während Sebastian das Tempo vorgab. Hinunter zum Ephraimhaus verlor ich viele Plätze, wollte aber kein zu hohes Risiko gehen. Laut Strava ließ ich hier rund eine halbe Minute liegen. Ganz unten angekommen, sah ich die Spitze schon 300m vor mir. Während Sebastian schon allen anderen enteilt war konnte ich mit einer kontrollierten Leistung nach 10 Minuten endlich die erste Verfolgergruppe erreichen, in der sich Guido, Lars Strehle und ein paar weitere Fahrer befanden. Konstante 15m vor der Gruppe fuhr außerdem noch Torsten Mützlitz. da alles so lief, wie ich es mir gedacht hatte, fuhr ich nach vorn durch und gab das Tempo fuhr. Mit Lars und Guido im Schlepptau erreichte ich dann auch Torsten, der gerade ein Selfie machte, als es leicht bergab ging. Ab diesem Zeitpunkt wurde ganz schön gebummelt, sodass einige Fahrer von hinten aufschließen konnten. Die kurzen Versuche, dass jeder für eine halbe Minute im Wind fährt, scheiterten mehrfach und so ging es relativ entspannt dem Col de Fichtel entgegen. Als es wieder etwas steiler wurde ging es endlich im Renntempo weiter. Den Bergsprint überquerte ich als gesamt Vierter. Hier gingen viele Fahre verloren. Die nun folgende Abfahrt ging ich wieder defensiv an. Darum handelte ich mir auch einen kleinen Rückstand auf Guido, Lars und einen Crossfahrer ein, den ich mit enorm hoher Trittfrequenz aber wieder schließen konnte. Irgendwo ging uns der Crossfahrer nun verloren. Im drittletzten, kurzen Gegenanstieg drückte ich nun nochmal etwas drauf, nur um zu sehen, wie es um meine zwei Mitstreiter steht. Lars konnte dran blieben, doch ich bildete mir ein, dass Guido hier schon ein paar Meter Abstand hatte. Kurz vor Ende des Anstiegs zischte es bei jeder Radumdrehung. Zuerst dachte ich meine Cola blubbert aus der Flasche, doch in Wirklichkeit hatte ich am Hinterrad einen Platten. Nun gut, da fuhren sie davon und ich stand am Rand. Im Reifen hatte ich auf die Schnelle nichts gesehen also neuer Schlauch rein, und zwei Kartuschen später ging´s weiter. Wie sich im Nachhinein rausstellte hat sich ein kleiner, flache Stein bergauf durch die Lauffläche gedrückt. Der Stopp kostete mich 9 Minuten und auch dementsprechend viele Plätze. Ohne Windschatten brachte ich die restlichen 12km noch hinter mich und kassierte dabei noch ein paar Fahrer. Am Ende sprang also ein 29. Platz gesamt und der zweite Platz in der AK heraus.
Abzüglich der neun Minuten Standzeit (so lang kam´s mir garnicht vor) wäre es eine Gesamtzeit von 1:38h geworden, mit der ich wahrscheinlich auf dem fünften Platz gelandet wäre. Dafür, dass ich aber erst 16 Jahre alt bin und sicher noch oft hier am Start stehen werde, hat es mir viel Spaß gemacht so weit vorn mitzufahren.

Foto: Ronald Oehme

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