06.08.2017-25. Erzgebirgs-Bike-Marathon in Seiffen

Zum kleinen Jubiläum von Deutschlands ältestem MTB-Marathon war unsere komplette Mannschaft dabei:
Am Samstag schlugen die kleinen Nachwuchsfahrer(-innen) im Laufrad-bzw. Kinderrennen tapfer.
Am Abend bezwangen Mike und Sandra den Alp de Wettin so schnell wie möglich und kamen dabei auf die Plätze 10 bei den Herren bzw. 4 bei den Frauen.
Am Sonntag dann starteten Lars und Christian über 40km, Karin, Mike und Bastian nahmen 2 Runden in Angriff und Laura, Sebastian und Guido die 100km.
Lars, der Straßenfahrer, packte all seine MTB-Skills aus und gewann als 9. Gesamt seine AK souverän. Christian kam kurz hinter ihm als 12. Ins Ziel und verfehlte sein AK-Podium ganz knapp. Karin gewann über die 70km souverän, Bastian kam als Gesamt-16. Ins Ziel und Mike 3 Plätze hinter ihm als 6. der AK Herren.
Sebastian hatte, mit gutem Druck auf dem Pedal in der Führungsgruppe liegend, Materialpech als ihm nach 20km die Kette riss. Trotzdem beendete er am Ende das Rennen mit Laura, die über 100km bei den Damen gewann, als 47. Guido hatte ebenfalls Pech und musste nach einem Plattfuß lange Zeit mit zu wenig Luftdruck fahren. Am Ende kam er als 24. Ins Ziel und verpasste sein AK-Podium als 4. Knapp.
Laura konnte zum zweiten Mal die 100km als schnellste Frau absolvieren:
Okay, nach dem Wochenende und der "emotionalen" Zieleinfahrt habe ich das Gefühl, noch ein paar Worte darüber loswerden zu müssen:
Trotz Arbeit, Familie, und gesundheitlichen Wehwehchen habe ich mich ab und zu fürs Training aufs Rad geschwungen, wobei der EBM mit seinem einmaligen "Flair" und super-Orga große Motivation war auch am Wochenende zeitig aufzustehen. Wir waren schon seit Mittwoch vor Ort und die neue Steilabfahrt ließ es im Bauch kribbeln, sodass ich mich am Sonntag mit dem Ziel drei Runden solide zu Ende zu fahren, in den ersten Startblock stellte. Nur weil es so viele Nachfragen gab: Um in den Race-Startblock zu kommen, müsste ich unter die ersten 10% kommen, das hätte am Sonntag einen 20. Platz bedeutet, was einer Fahrzeit von Guido(mit Platten) oder Altmeister Nicke entsprechen würde. Aber auch Block I ist kein Nachteil, erst Recht nicht über die große Distanz.
Schon in der Einführungsrunde drehten die Beine erstaunlich gut und die holprigen Abfahrten, die mir recht gut liegen, machten mir viel Spaß. So schloss ich mehr oder weniger mühelos noch vor der ersten Steilabfahrt auf Jana Zieschank auf, mit der ich schon vor drei Jahren gemeinsam gefahren war, die dann aber einen schweren Sturz hatte. Im zweiten Rundenteil konnte ich mich absetzen und fuhr "meinen Stiefel". Die Aussagen über meine aktuelle Platzierung waren widersprüchlich doch als ich mich den Alp de Wettin hochquälte konnte ich auf der nächsten kurzen Abfahrt das gelbe Trikot von Milena Cesnakova erspähen. Ich genoss die nun freien Abfahrten und versuchte so viel Zeit wie möglich gut zu machen. Am "Holperberg nach der Wiesenabfahrt" hatte ich dann aufgeschlossen und mich an die Spitze der Gruppe gesetzt. Kurz vorm "Ehemals-Gummiband-Anstieg" schloss Sebastian von hinten auf, der wohl die bis dahin die schnellste Rundenzeit überhaupt gefahren war. Schon in den nächsten Abfahrten ließ ich es rollen und setzte mich nach vorne ab. Die nächste und letzte Runde war eine Qual. Ich versuchte lediglich die kurzen steilen Anstiege zu überleben und mich in den Abfahrten und wenigen Flachstücken etwas zu erholen. Sebastian, der alte Treiber, rollte derweile noch eine Runde neben mir aus. Selbst als ich das letzte Mal am Alp de Wettin gefühlte 10min lang dachte "Bloß nicht absteigen, einfach treten, bloß nicht absteigen." wurde gesagt, ich sei die zweite Frau, womit ich aber auch schon über die Maßen zufrieden war. Als mir dann im Zielgelände zum zweiten Mal ein großer Kranz übergeworfen wurde, konnte ich es nicht fassen und fand im anschließenden Interview kein einziges vernünftiges Wort. Sorry for that.
Die Freude, die der anfänglichen Überwältigung folgt, ist etwas getrübt durch Sebastians "EBM-Pech". In Seiffen scheint er einfach kein Glück zu haben.
Ich danke von Herzen allen Anfeurern, Kinderbetreuuern, Flaschenreichern, Windschattenspendern, Teamkollegen, insbesondere denen, die für mich bis zum Schluss gewartet haben, Fotografen, insbesondere Diana Fink, allen Gratulanten und natürlich Streckenposten, Helfern,Organisator Albrecht Dietze und den 300km-Fahrern, die mich zwischenzeitlich meinen Schmerz vergessen ließen und meine Fahrzeit von 4h57min relativieren. Ich hätte keine weiteren sieben Runden mehr fahren wollen...

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