10.05.2018-Vatertagsfreuden – Stoneman Miriqudi reloaded

Pitt‘s Impressionen von unserer Tour zum Vatertag – Kurzentschlossen haben wir den Stoneman Miriqudi bewältigt (natürlich in GOLD), aber der Reihe nach. Kurz nach 3Uhr klingelt der Wecker, 3.45Uhr sammle ich auf dem Parkplatz den rein zufällig anwesenden Puezi (Sven) und einen omnipotenten Radballer (Eric Rudolph) ein. Die Räder werden fix in der Dunkelheit an den Bus geschraubt, was bei Puezi’s Rad bzw. aufgrund der tollen Rahmengeometrie seines Rades das fast wörtlich zu nehmen ist. Etwas abenteuerlich wird die Anfahrt zum Col de Pöhl per se, denn die Tankanzeige sinkt beim Umdrehen des Zündschlüssels auf 40km. Um die Uhrzeit sind auf unserer Route die geöffneten Tankstellen gelinde gesagt rar gesät. Es geht alles gut, wir müssen noch nicht einmal eines der zahlreichen, unseren Weg kreuzenden Baustellenfahrzeuge anzapfen. In Annaberg angekommen wecken Sven und Eric etwas unsanft den Rezeptionisten vom Hotel am Markt und erstehen eines der heiß begehrten Starterpakete – entweder leiden beide unter Magnesiummangel oder haben einen Hof zu Pflastern, benötigen also ein paar farbige Dekorsteine - mir soll das Schnuppe sein. Letztlich können wir kurz vor 6Uhr uns in die Spur oder auf die Strecke begeben.

Es ist zwar noch etwas kühl als wir starten, wir sollen aber einen absoluten Sahnetag für unsere Unternehmung erwischen. Nicht zum warm, nicht zu kalt und gespickt mit nur leichten Regenschauern die für etwas Abkühlung sorgen. In der Anfahrt zum Col de Scheibe fahren wir auf ein paar weitere Pedaleros auf, welche sich tatsächlich in den Kopf gesetzt haben die Runde mit dem Crosser zu bewältigen. Einer davon geht mit einem recht betagten Rad mit 2x8fach Schaltung ins „Rennen“. Ich äußere meinen Respekt, erst recht als ich sehe mit welchem Tempo und mit welch geringer Trittfequenz die Herren den Berg erklimmen – natürlich alles im Stehen!! Die Quälerei ist mir doch eine Nummer zu krass. Wir sind eher gemütlich unterwegs was mir entgegen kommt, denn ganz frisch sind meine Beine nach Löbichau immer noch nicht, aber ich bin nun auch schon eine Weile kein U23 mehr. Col de Rabe und Col de Auer ziehen sich dementsprechend, aber nach Bratwurst und Kaffee am letztgenannten Col geht’s leistungsmäßig bergauf.

Als es nach passieren der grünen Grenze das nächste Mal auch im Profil bergauf geht, fahren wir wieder auf die Crosser-Gang aus Randsachsen auf. Dem Wattmonster gehen hier Aufgrund der limitierten Übersetzung in einem recht flachen Stück die Kräfte aus, was für die weitere Runde (uns stehen zu diesem Zeitpunkt noch gute 85km und 2500Hm bevor!) nichts Gutes erahnen lässt. Das angebotene Notgel schlägt er auf der Kuppe angekommen aus, sein Weg geht direkt zur Getränketankstelle. Ob er zur Zuckerpeitsche greift oder böhmische Hopfenkaltschale bestellt, sehen wir nicht mehr, da wir uns rasch in die Abfahrt stürzen.

Die weitere Strecke zum Col de Keil spulen wir routiniert ab, gönnen uns oben angekommen auch nur je eine Cola und einen Kaffee, denn der Trailpark ist gut besucht. Die zahlreich anwesende Downhill-Fraktion entspannt entsprechend in der Sonne - Knödel und Gulasch oder jegliche andere herzhafte Leckerei lassen wir aufgrund von Wartezeiten >45min weg und brechen zeitnah wieder auf – das ist der Nachteil vom Nicht-Mecker-Wetter. Auch ohne Knödel-Nachschub erklimmen wir den Col de Fichtel und Bearstone rasch und absolvieren weitere gut 40km, bevor sich uns der letzte Anstieg für heute in den Weg stellt. Es geht noch einmal 300 Hm den Col de Pöhl an der Bobbahn hinauf, Dank Bastian’s Leih-MTB mit 12fach Schaltung schon fast ein Vergnügen. Am sind es für die 162km und 4400Hm rund 9h reine Fahrzeit (keine technischen Defekte und auch keinerlei Sturzpech!) plus 1:45h Pausen, verbunden mit dem wirklich guten Gefühl, dass der Trainingszustand dieses Jahr auch die langen Kanten wieder zulässt, diese sogar Spaß machen können – die 210km Strecke der Salzkammergut Trophy kann also kommen. Da Eric und Puezi unterwegs fein gestempelt haben holen wir nach einer zünftigen Portion Nudeln noch die angesprochenen Dekosteinchen ab und fahren alle drei zufrieden nach Hause.

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