17.06.2018-Black Forest Ultra Bike Marathon DM

Sven berichtet:

Schon als noch die Schwibbögen unsere Fensterbänke zierten schrieb ich meine Rennliste für die Saison 2018, schnell waren die Highlights der Saison festgelegt und gebucht. Einer meiner Höhepunkte sollte der Ultra Bike Marathon in Kirchzarten sein, welcher gleichzeitig Austragungsort der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im MTB Marathon war. Genau dies gab mir als motivierten Hobby Biker die Möglichkeit zu sehen, wie viel Stunden die Speerspitze des Deutschen MTB-Sports diese Distanz von 114 km und 3170 hm vor mir finisht.
Freundin Susi war auch schnell begeistert von einem verlängerten Wochenende in Freiburg und so fuhren wir in der Nacht zu Samstag Richtung Baden-Württemberg. Die Startunterlagen waren schnell geholt und die Ausmaße dieser Großveranstaltung wurden schnell klar... wirklich alles Ultra. Anschließend ging es in unsere Unterkunft und das Radel wurde "ready-to-race" gemacht, telefonisch kündigte sich Teamkollege Sebastian Stark an und wir besprachen unsere Verbottelungstaktik, Susi erklärte sich bereit, uns an 2 Feedzones Flaschen zu reichen.
Der Start erfolgte am Sonntag für die Lizenzfahrer kurz nach 7:00 Uhr und für mich 2 Minuten danach, die ca. 150 Fahrer meines Blocks gaben auf den ersten 3 km die Stadt hinaus mächtig Gas, dann stand der erste Berg vor uns, ca. 800 hm am Stück. Ich ging mein eigenes Tempo und fuhr gleichmäßig am Berg, so überholte ich ab ca. der Hälfte des Anstiegs immer wieder Kontrahenten welche "etwas straff" unten rein gefahren sind. So konnte ich mich Anstieg für Anstieg weiter vor arbeiten. Meine Verpflegungsfee erwartete mich pünktlich an den abgesprochenen feedzones und so ging es mit gutem Tempo vorwärts. Ca. bei km 55 fuhr ich auf einen Marathonisti auf, welcher offensichtlich eine Art Lokalheld war, in jeder Ortsdurchfahrt wurde er mit dem Namen "Benni" von den Fans am Streckenrand lautstark angefeuert, immer und immer wieder. Ich dachte mir erstmal nichts dabei. Dann folgte der Anstieg zur Alp de Fidlebrugg, ein ca. 20-prozentiger Asphaltanstieg, welcher rechts und links gezäumt von unzähligen, laut anfeuernden, hoch motivierenden Zuschauern war. Gänsehaut garantiert! Dort nicht deutlich zu überpacen, erfordert schon einiges an Selbstbeherrschung. Die restlichen Kilometer bis zum Ziel fuhr ich weiterhin stabil meine Geschwindigkeit und so überfuhr ich die Ziellinie nach genau 5h als 112. Overall, ein für mich sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Bei der Siegerehrung klärte sich dann auch schnell auf, wer der oben angesprochene Lokalheld war... Benedikt Doll, seines Zeichens Deutscher Biathlon Weltmeister und Olympiasieger.
Sebastian startete aus dem Lizenzblock und hatte am ersten Anstieg mit Atemproblemen zu kämpfen, woraufhin er die Spitzengruppe vorerst ziehen lassen musste, im späteren Verlauf konnte er aber wieder aufschließen. Leider verpasste er auf etwa halber Strecke eine Flasche, sodass er ab dort sein Rennen defensiver angehen musste. Zu Beginn der Schlussabfahrt konnte Sebastian nochmals den Kontakt zum sechstplazierten Georg Egger herstellen, musste diesen aber in der letzten Abfahrt ziehen lassen, da dieser zu schnell unterwegs und das Risiko zu Stürzen, zu groß war. Außerdem passierte er noch Vinzent Dorn, sodass Sebastian am Ende mit einem sehr starken Platz 8 sein erstes Top-10 Ergebnis bei einer DM einfahren konnte. Er resümierte am Ende "Auch wenn es sicher nicht mein bester Tag war, bin ich sehr zufrieden damit". Mit diesem Rennen unterstreicht Sebastian wieder seine Top-Form und ich bin gespannt was dieses Jahr noch folgt.

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