28.05.2018-20. Erzgebirgsradrennen in Markersbach

Christian berichtet:
Nachdem ich nach dem Verlauf und Ergebnis des am Samstag stattgefundenen Champions League Finals nicht ganz so zeitig und erfreut ins Bett ging, stand ich doch recht munter und einigermaßen fit in Markersbach auf der Matte. Vor dem Start zerbrach ich mir noch den Kopf bezüglich des richtigen Luftdrucks und traf mit 1,9 bar eine gute Entscheidung. Soll ja auch bisschen rollen, der Hobel. Losrollen tut das Feld pünktlich um 11:00 Uhr, doch das Rollen ist schnell vorbei, denn ab dem Parkplatz ballert Simon Weinert dermaßen los, dass ich mir lieber einen guten Windschatten suche. Ich reihe mich unter den ersten zehn Fahrern ein und frage mich, wie lang das wohl gut geht, denn mit so einem schnellen Start hatte ich unter keinen Umständen gerechnet. Guido neben mir lässt abreißen. Jetzt stehe ich unter Zugzwang, entscheide mich aber richtig, die Lücke zuzufahren. Mich zurückfallen lassen kann ich später ja immer noch. Die siebenköpfige Spitzengruppe fährt jetzt schnell außer Sichtweite der anderen und ich bin froh als endlich die Abfahrt zum Ephraimhaus kommt. Die Gruppe zieht es jetzt ganz schön auseinander, so dass Sebastian und Felix Fritzsch schon außer Sichtweite sind. Danach folgen Maximilian Langhans, Julius Wagler und 100 m vor mir David Seidel und Simon Weinert. Den kräftezehrenden Anschluss finde ich recht schnell und bleibe dann erstmal mit den beiden Letztgenannten zusammen. Im kurzen Flachstück gehen wir alle drei durch die Führung und können Max und Julius erblicken. Da wäre ich schön blöd, wenn ich die beiden vor den Drückergeraden nicht einhole, denke ich mir und trete mal ein bisschen drauf. Die 20 Sekunden sind erstaunlich schnell zugefahren, da beide anscheinend blau sind und sich auch nicht gleich an meinem Hinterrad wiederfinden. Simon findet hier nicht den Anschluss und so fahren wir recht zügig mit anständigen Führungswechseln dem Col de Fichtel entgegen, wo Julius das Gas stehen lässt. Ich muss hier ganz schön kämpfen und fühle mich gar nicht mehr so gut. Die Keulen schmerzen ganz schön, aber jetzt geht es ja fast nur bergab. Mit 90 Sachen auch ganz schön zügig, aber unsere Gruppe bleibt zusammen. Mir geht in Kurven etwas der Schwung aus, weshalb ich mich auf das Oberrohr legen muss, um den Anschluss zu wahren. Den kurzen Col nach der Brücke fahre ich zügig von vorn. Am vorletzten Anstieg drückt Julius oben raus nochmal drauf. Es gehen aber alle mit und wahren sich die Chancen auf den dritten Platz. So langsam werde ich nervös und starte, bevor es auf den welligen Weg zum Unterbecken geht, zeitgleich mit Julius durch und schieb mich bergab an ihm vorbei. Verpasst habe ich nichts, aber gebracht hat es auch nichts. So gehe ich an letzter Position in den Zielanstieg. Passieren tut hier aber nichts, also drücke ich mich mal eben vorbei. Alle bleiben dran. Ich nehme im Flachen wieder raus. Niemand geht vorbei. Nicht anders als letztes Jahr, denke ich mir, und ziehe wieder an, als es steiler wird. Niemand attackiert. Dann mache ich das eben von vorne und bringe ein paar wenige Meter zwischen mich und David. Jetzt nur noch durchhalten und schon ist das Ziel da.
Im Ziel habe ich erstmal Gleichgewichtsprobleme und torkel etwas herum. Nach einem Schluck Wasser geht es aber wieder.
Mit dem Ergebnis hatte ich beim Blick auf die Startliste nie gerechnet und freue mich neben Sieger Sebastian und Felix Fritzsch auf dem Podest stehen zu dürfen.
Mike kommt aus der zweiten Verfolgergruppe heraus auf einen starken achten Platz. "Opa" Lars und "Vati" Guido kommen mit den jungen Wilden nicht ganz mit und fahren einen sehr soliden elften Platz (2. AK) und 18. Gesamtrang ein. Mehr dazu in Kürze in den entsprechenden Blogs. Zwischen den beiden liefert noch Sven mit dem 14. Rang eine sehr gute Vorstellung ab, was ein durchaus kompaktes Teamresultat bedeutet.

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